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| 15:22 Uhr

Baden in der Ostsee
Reiseveranstalter: Keine Blaualgen im Nordwesten Polens

An der nordwestlichen Ostseeküste Polens soll laut Reiseveranstalter der Badespaß ungetrübt sein,
An der nordwestlichen Ostseeküste Polens soll laut Reiseveranstalter der Badespaß ungetrübt sein, FOTO: dpa / Lech Muszynski
Kolobrzeg/Kolberg. Die Hitzewelle lässt einen giftigen Algenteppich vor Polens Ostseeküste sprießen, Mehrere Strände sind geschlossen. Für beliebte Bäder wie Kolberg oder Ustka gilt das laut Reiseveranstalter nicht.

Nachrichten über Blaualgen an Polens Ostseeküste haben auch deutsche Reisende, die dort einen Urlaub planen, beunruhigt. Auch bei Lausitzern ist diese Region beliebt.  Wegen eines giftigen Algenteppichs hatten Polens Gesundheitsbehörden in der vergangenen Woche mehrere Strände an der Ostsee geschlossen.

 Für die bekannten Seebäder in Westpommern allerdings gibt der auf die Region spezialisierte Reiseveranstalter Travel-Netto auch weiterhin Entwarnung: „Es gibt nach wie vor keine Algenbelastung und das Baden ist  erlaubt“, bestätigte Dominika Koscielny vom  in Kolobrzeg (Kolberg) beheimateten Veranstalter der RUNDSCHAU auf Nachfrage.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Travel-Netto-Geschäftsführer Carsten Wolf über den Wasserzustand in dem Ostseeabschnitt informiert. Nach seinen Angaben betrifft die Blaualgenpest nur den Raum Gdansk (Danzig) und die Halbinsel Hel im Nordosten Polens.  Wie der Reiseveranstalter erklärt, heizt sich das Wasser in der Danziger Bucht besonders stark auf. Der geringe Austausch mit Frischwasser begünstige zusätzlich die Algenblüte. Weiter westlich ist das Wasser hingegen deutlich kühler und die Strände liegen zur offenen Ostsee.

Für den Küstenabschnitt zwischen Swinoujscie (Swinemünde) und Leba (Leba) gilt der Algenalarm auch weiterhin nicht. Wer einen Urlaub in den bekannten Seebädern wie Kolberg, Mielno (Großmöllen) oder Ustka (Stolpmünde) plane, müsse derzeit keine Bedenken haben.

Blaualgen sind Bakterien und vermehren sich bei Sommerhitze und hohen Wassertemperaturen massenhaft. Das Wasser riecht dann unangenehm nach Ammoniak – also so ähnlich wie faule Eier oder Gülle. Schwimmern drohen Hautreizungen und Übelkeit.

Blaualgen bereiten derzeit auch in Deutschland vielerorts Probleme in den Gewässern. So ist beim  Ironman in Hamburg in diesem Jahr das Schwimmen abgesagt worden.

 Auch in der Lausitz beeinträchtigen die giftigen Algen den Badespaß in verschiedenen Seen immer wieder.

www.travelnetto.de

(pm/dpa/AFP/uf)