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| 20:50 Uhr

„Pol'and'Rock“
Polens größtes Open-Air-Festival rockt sich ins ins Finale

Gut gelaunt: Besucher des „Pol'and'Rock Festivals“. Es steht unter dem Motto „Liebe, Freundschaft und Musik“ und ist eines der größten Open-Air-Rock-Festivals in Europa.
Gut gelaunt: Besucher des „Pol'and'Rock Festivals“. Es steht unter dem Motto „Liebe, Freundschaft und Musik“ und ist eines der größten Open-Air-Rock-Festivals in Europa. FOTO: dpa / Lech Muszyñski
Küstrin/Kostrzyn. Musik, Schlammbäder und gute Laune: Das ehemalige Woodstock-Festival hat in diesem Jahr erstmals als „Pol'and'Rock“ zur Party an der deutsch-polnischen Grenzen eingeladen.

Das als „Woodstock“ bekannt gewordene Kultevent ist am Donnerstag gestartet und heißt seit diesem Jahr neu „Pol'and'Rock“, fährt aber mit bewährtem Erfolgsrezept auf: Drei Tage lang sind in Küstrin an der Oder Auftritte von mehr als Hundert Bands geplant.

„Habt ihr Kraft?“, fragte Festival-Chef Jerzy Owsiak bei der offiziellen Eröffnung die johlende Menge. Den Gästen wird von Rock, über Elektro bis zu Heavy-Metal ein breites Programm geboten. Den Auftakt machte bei Temperaturen von mehr als 30 Grad die Dub-Band Dubioza Kolektiv aus Bosnien-Herzegowina.

Im vergangenen Jahr nahmen rund 700 000 Gäste teil, 2018 stellten sich die Veranstalter wieder auf Hunderttausende Besucher ein, darunter viele Deutsche. Das Festival an der deutsch-polnischen Grenze ist auch bei ihnen sehr beliebt. „Das Festival bringt Zigtausende Menschen verschiedenster Nationalitäten zusammen, darunter auch viele Tausend Brandenburger“, sagte der Brandenburger Staatskanzleichef Martin Gorholt. „Jung und Alt feiern gemeinsam und setzen ein fröhliches Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz.“

Allerdings stuften polnische Behörden das Festival wiederholt als Veranstaltung mit erhöhtem Risiko ein. Grund sei die Terrorgefahr nach dem Anschlag im etwa 300 Kilometer entfernten Berlin, argumentierte die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) und nannte auch Alkohol- und Drogen als Gefahr. Kritiker sehen hinter den strengen Sicherheitsauflagen eine Schikane. Die ausgelassene Feier sei der Regierung, die der katholischen Kirche nahesteht, ein Dorn im Auge, meinten sie. Treue Festivalbesucher ließen sich davon nicht beirren und reisten teilweise mit ganzer Familie an.

(dpa)