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| 15:29 Uhr

Polen stimmen für neuen Präsidenten

FOTO: dpa
Warschau. Mehr als 30 Millionen Polen waren am Sonntag zur Wahl eines neuen Präsidenten aufgerufen. Die Wahl gilt als Stimmungstest vor den Parlamentswahlen in dem Land. (dpa)

Präsidentenwahlen in Polen: Rund 30 Millionen Polen waren am Sonntag zur Wahl aufgerufen und mussten sich unter elf Kandidaten entscheiden, darunter auch Amtsinhaber Bronislaw Komorowski. Vor der Schließung der Wahllokale um 21 Uhr war offen, ob einer der Kandidaten im ersten Anlauf die absolute Mehrheit erreicht.

Umfrageergebnisse vor den Wahlen deuteten darauf hin, dass keiner der Bewerber auf Anhieb mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht. Das macht eine Stichwahl der beiden Bestplatzierten am 24. Mai wahrscheinlich.

Die Wahlen verliefen bis zum Nachmittag störungsfrei. Wie die Staatliche Wahlkommission am frühen Nachmittag in Warschau mitteilte, hatte die Wahl eher verhalten begonnen. Bis in die Mittagsstunden betrug die Wahlbeteiligung 14,6 Prozent.

Die Präsidentenwahlen läuteten in Polen ein Super-Wahljahr ein. Neben einem möglichen zweiten Wahlgang zur Entscheidung über das höchste Staatsamt stehen im Herbst Parlamentswahlen an. Die Wahlen am Sonntag galten deshalb auch als Trendmesser: Als aussichtsreichste Kandidaten galten neben Amtsinhaber Komorowski, dem die polnische Verfassung eine zweite Amtszeit erlaubt, der Jurist Andrzej Duda.

Während Komorowski von der liberalkonservativen Regierungspartei Bürgerplattform (PO) unterstützt wird, hat Duda die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hinter sich.

Die Pis ist die größte Oppositionspartei in Polen und stellte bis 2010 den Vorgänger Komorowskis, Präsident Lech Kaczynski. Kaczynski kam bei der Flugzeugkatastrophe über dem russischen Smolensk im April 2010 ums Leben.