"Die Freiwilligenmiliz ist dem Land unentbehrlich", sagte Verteidigungsminister Antoni Macierewicz von der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Die paramilitärischen Truppen sollen mit Polens Armee zusammenarbeiten und das Land vor Angriffen schützen.

Die ersten drei von 17 Brigaden werden demnach an der östlichen Grenze Polens entstehen. Seit Ausbruch der Ukraine-Krise fürchtet das Land eine Bedrohung durch Russland. Das Gesetz muss noch vom Senat, der zweiten Parlamentskammer, verabschiedet werden. Für ihren Einsatz erhalten die Zivilisten monatlich umgerechnet 125 Euro. Insgesamt schätzt die Regierung die Kosten der Miliz auf 800 Millionen Euro. Ex-Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak sagte, das Geld werde zur Modernisierung und Stärkung von Polens Armee fehlen. Macierewicz bestritt dagegen einen Einfluss auf Ausgaben für Polens Militär.