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| 11:17 Uhr

Plessa: „Weihnachtsfeier im Kulturhaus“

Ingrid Mertzig: Die Plessaer bildeten eine gute Gemeinschaft. In unserem Kulturhaus gab es viele bunte Veranstaltungen. In den Siebzigerjahren waren die Puhdys zu Gast und Frank Schöbel und viele Künstler, die man aus Film und Fernsehen kannte. Auch unsere erste Berührung mit der ernsten Kunst fand im Kulturhaus statt: Das Theater Senftenberg führte Stücke von Brecht auf. Wir gingen gern dorthin.

Carola Meißner: Meine erste Erinnerung an das Kulturhaus ist eine Weihnachtsfeier vom Braunkohlenkombinat (BKK) Lauchhammer, zu dem das Kulturhaus gehörte. Walter Kotte, der Leiter des Kulturhauses, trug dafür Sorge, dass die Weihnachtsfeier für uns Kinder zum Höhepunkt wurde. Unten im Saal waren Holzhütten mit Watteschnee aufgebaut. Jedes Kind erhielt einen Coupon, mit dem es sich in den Hütten etwas aussuchen durfte. Spiele, Bücher, Püppchen, Autos… meine Wahl fiel auf ein wunderbares kleines Bügeleisen aus Blech mit rotem Holzgriff. Nach dem feierlichen Programm kam der Weihnachtsmann.

Doris Strauß: Über viele Jahre spielte Kurt den Weihnachtsmann. Er machte seine Sache glänzend. Er hatte eine so sympathische Art, mit den Kindern umzugehen und strahlte eine Ruhe auf sie aus, so dass sie keine Angst vor ihm hatten. Als er aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste, waren wir ratlos. Bis schließlich Markus Schimmel für ihn einsprang.

Ingrid Mertzig: Meine Kinder sind vier Jahre jünger als du, Frau Meißner. Sie freuten sich jedes Jahr auf diese Weihnachtsfeier. War das Adventswochenende gekommen, gingen wir hübsch zurechtgemacht ins Kulturhaus, lauschten dem Programm und besuchten den Weihnachtsmann. Dann schlenderten wir im kleinen Saal von einer Bude zur anderen. Das war für die Kinder immer das Schönste. […]