Mit der Streichung des Weihnachtsgeldes für Beamte hat das nur oberflächlich zu tun.
Es ist das Ergebnis von Missmanagement, Instinktlosigkeit und überstürzten Fehlentscheidungen Platzecks, die in SPD-Führungszirkeln gefällt und im Basta-Stil à la Gerhard Schröder verfügt wurden. Ob Privilegien für einen Genossen Ex-Minister oder die Neubesetzung der Rechnungshofspitze mit einer Parteisoldatin, die außerhalb der SPD von allen für zu leicht befunden wird - es bleibt unerklärlich, wie Platzeck das alles passieren konnte. Wie er ohne Not aufs Spiel setzt, was seine Stärke war, Glaubwürdigkeit.
Er war bislang übergreifende Autorität, Stabilitätspol im Land und Politik-Erklärer fürs Unpopuläre. Nun demontiert sich nach der CDU, die im Lager-Kampf um die Nachfolge Jörg Schönbohms erodiert, auch noch die sozialdemokratische Regierungspartei. Wohin das führen kann? In Brandenburg ist derzeit nichts unmöglich. Matthias Platzeck scheint die Macht zu entgleiten.