Ein Großteil fließt direkt Wie Platzeck nun mitteilte, sollen 238 Millionen Euro den Kommunen zur freien Verwendung direkt überwiesen werden, von denen allerdings nach den Bundesvorgaben ohnehin 65 Prozent in Schulen und Kitas fließen müssen. Weitere 94 Millionen überweist das Land den Kommunen zweckgebunden. Dazu gehören laut Platzeck etwa die Erweiterung der Anlagen des Stadions von Energie Cottbus und der Spreewaldklinik Lübben (Dahme-Spreewald), der Ausbau der Regattastrecke in der Stadt Brandenburg, die Häfen Mühlberg (Elbe-Elster) und Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) oder die Krankenhäuser in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) und Ernst-von-Bergmann in Potsdam. Die Regierung selbst wird über reguläre Förderprogramme weitere 70 Millionen Euro an die Hochschulen und Universitäten im Land verteilen, 33 Millionen Euro für den Städtebau und 20 Millionen Euro für vorwiegend freie Schulen. „Die Große Koalition beweist Handlungsfähigkeit“, erklärte Vize-Regierungschefin Johanna Wanka (CDU). Städtebund-Präsident Werner Große (CDU) und Landkreistag-Präsident Karl-Heinz Schröter (SPD) begrüßten die Einigung. Sie hoben hervor, dass diese nur durch Platzecks persönliches Eingreifen möglich geworden sei. „Das hätten wir vielleicht schon früher haben können“, sagte Große. „Manchmal muss der Kapitän selbst auf der Brücke stehen, um das Schiff aus einer vertrackten Situation zu befreien“, betonte Schröter. „Ich bin froh, dass der Ministerpräsident rechtzeitig gesund wurde, ehe das Thema krank wird.“ Landkreise verteilen Nun sei gesichert, dass auch Geld in den ländlichen Regionen ankommt, wo kleine Handwerksbetriebe in der Krise auf öffentliche Aufträge angewiesen sind. Dagegen verteidigte Platzeck die harte Verhandlungslinie seines Staatskanzleichefs. Um zu einer sinnvollen Lösung zu finden, seien nun einmal Auseinandersetzungen nötig. Die Spitzenverbände haben sich untereinander bereits auf einen Modus verständigt, wie die Millionen untereinander verteilt werden. Danach gehen 30 Prozent der 238 Millionen in die Landkreise. Von den 166 Millionen, die in die Städte und Gemeinden fließen, sollen rund 32 Millionen in Abstimmung mit den Kreisen verteilt werden. Die verbleibenden 134 Millionen Euro werden landesweit nach Einwohnerschlüssel verteilt.