Am Nachmittag sollte Platzeck mit Staatspräsident Schimon Peres zusammenkommen. Zudem wollte er den Bürgermeister von Jerusalem, Nir Barkat, treffen. Am Mittwoch steht eine Begegnung mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fayyad auf dem Programm. Platzeck bleibt bis zu diesem Donnerstag in der Region. In Jerusalem wurden das Buch "Schnittpunkt des Holocaust. Jüdische Frauen und Kinder im KZ-Ravensbrück" und ein Interviewprojekt von Schülern im Beisein ehemaliger KZ-Häftlinge sowie Schülern aus Brandenburg und Israel vorgestellt. Das Engagement KZ-Überlebender sei für die Erinnerungsarbeit und die Aussöhnung von unschätzbarem Wert, betonte Platzeck. Jüngere Generationen müssten mehr über den Holocaust erfahren, "damit sich derartiges nie wiederholt". Platzeck sagte, die Brandenburger Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück (Oberhavel) schafften als "Orte des Mahnens und Lernens" wesentliche Grundlagen für die Aussöhnung zwischen Deutschland und Israel. In dem jetzt vorgestellten Buch geht es laut Staatskanzlei um Ergebnisse eines israelisch-deutschen Forschungsprojektes. Dabei hätten Wissenschaftlerinnen der Universität Tel Aviv, der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück sowie der Freien Universität Berlin zusammengearbeitet. dpa/mb