„Wir haben deutliche Signale“ , sagte er gegenüber der RUNDSCHAU, „dass das Thema Freizügigkeit neu bewertet werden muss.“ Gleichzeitig kündigte Platzeck baldige Treffen mit den neu gewählten Marschällen auf polnischer Seite an, um ins Stocken geratene grenzübergreifende Projekte intensiv zu fördern.

"Ich hoffe sehr, dass wir es im Frühjahr schaffen, die erste Fährverbindung über die Oder in Betrieb zu nehmen", nannte er ein Beispiel. "Wir müssen im Angesicht der Geschichte auch die Größe haben, unseren Nachbarn manche emotionale oder übermäßige Reaktion nachzusehen", warb Brandenburgs Regierungschef um Verständnis für gegenwärtige Probleme im Verhältnis zu Polen.

Auf Bundesebene will der frühere Parteivorsitzende der SPD weiter für sein Modell eines vorsorgenden Sozialstaates werben und Anstrengungen im Bereich der Bildung und Weiterbildung intensivieren. Platzeck zeigte sich überzeugt, "dass zukünftig jedes Kind, das bei uns aufwächst, auch eine Chance haben wird, hier bei uns eine Arbeit zu finden".
(Eig. Ber/hil)