Zuvor hatten die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" darüber berichtet. Die Neuregelung soll auf höchstens 18 Monate begrenzt werden.

Platzeck arbeite noch in mehr als 20 Institutionen und Gremien, darunter der ZDF-Verwaltungsrat, die Jerusalem-Foundation und die Deutsche Nationalstiftung, erläuterte Braune. Zudem erreichten ihn nach mehr als elf Jahren als Ministerpräsident noch eine Fülle von Anliegen und Einladungen. "Es ist im Interesse des Landes, dass diese zügig bearbeitet werden." Im Bedarfsfall soll Platzeck zudem den Fahrdienst der Landesregierung nutzen dürfen. Nach der bisherigen Regelung durften ausgeschiedene Ministerpräsidenten Dienstwagen nur so lange nutzen, wie dies aus Sicherheitsgründen notwendig war.

Im Fall von Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) sei keine Neuregelung notwendig geworden, weil dieser kurz nach seinem Ausscheiden als Ministerpräsident zum Bundesverkehrsminister ernannt worden sei, sagte der Regierungssprecher.

Im Fall von Matthias Platzeck müsste zunächst ein Budget im Haushalt eingerichtet werden. Künftig solle die Unterstützung ehemaliger Ministerpräsidenten aber, wie in Bayern, im Ministergesetz geregelt werden, sagte Braune. Auch Rheinland-Pfalz plane derzeit eine entsprechende Änderung im Landesministergesetz.