Die Zwischenbilanz der neuen Förderpolitik berechtige zu realistischen Hoffnungen, sagte Platzeck. Es seien erste Impulse gesetzt worden. Alle 15 im Vorjahr benannten Wachstumskerne hätten inzwischen ihre Förderkonzepte eingereicht. Dabei habe es in den Regionen einen Mentalitätswechsel gegeben: Es gehe ihnen nicht mehr darum, ihre Bedürftigkeit darzustellen, sondern die Potenziale hervorzuheben. Das Förderkonzept "Stärken stärken" brauche aber "einen langen Atem". Im Herbst 2007 solle die interministerielle Arbeitsgruppe erstmals über den Stand der Umsetzung berichten.
Entscheidend für die weitere Entwicklung sei, auch künftig genügend Fachkräfte bereitzuhalten, sagte Platzeck. Die Landesregierung räume der Fachkräfteausbildung daher Priorität ein. "Der eingeschlagene Weg kann nur erfolgreich sein, wenn wir ihn gemeinsam mit Berlin gehen", betonte er.
Platzeck bedauerte die jüngsten Querelen in der Landesregierung. "Wir haben aus den Vorgängen gelernt", fügte er hinzu. Die Landesregierung werde 2007 daran arbeiten, das Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen.
"Wir nehmen die Entschuldigung mit dem nötigen Respekt zur Kenntnis", betonte Linkspartei-Fraktionschefin Kerstin Kaiser. Zur Regierungserklärung sagte sie, diese enthalte keine Neuigkeiten. Die Förderung sollte auch die Schwächen minimieren.
Am Mittag begann der Landtag mit der zweiten Lesung des Haushalts für 2007.