Platzeck betonte, er wolle den anstehenden Verhandlungen mit den Gewerkschaften nicht vorgreifen. Zugleich verteidigte er den eingeschlagenen Sparkurs: "Wir tun das in dem guten Gewissen, dass die Konsolidierung des Haushalts eine sehr soziale Herangehensweise ist. Wir können unseren Kindern nicht weitere Schulden aufbürden."
Nach den Worten von Plat-zeck wird die Regierung auf einer "sehr fairen Basis" mit den Gewerkschaften darüber reden, "wie wir die kommenden Jahre gemeinsam gut gestalten wollen". Zugleich zog Platzeck eine positive Jahresbilanz für sein Bundesland. "Brandenburg hat eines seiner besten Jahre hinter sich, was die Wirtschaftsentwicklung, die Zahl der Arbeitslosen und die Ansiedelung angeht." Auch für die nächsten Jahre zeigte sich der Regierungschef mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung zuversichtlich.
Ebenfalls im Inforadio kritisierte Platzeck Kommentare aus seinen eigenen Reihen zur Nachfolge an der CDU-Spitze. Äußerungen aus der SPD, der frühere Generalsekretär Sven Petke könnte als möglicher CDU-Landesvorsitzender die Koalition mit der SPD gefährden, bezeichnete der Ministerpräsident als "Privatmeinung". Am 27. Januar will die märkische CDU über die Nachfolge ihres Vorsitzenden, Innenminister Jörg Schönbohm, entscheiden. Bislang kandidieren Petke und Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns. (dpa/mb)