Gerade vom Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat aus Berlin beim Parlamentarischen Abend der RUNDSCHAU in Potsdam eingetroffen, verkündete er die „frohe Botschaft“ , dass eine neue Bundesbehörde nach Cottbus kommt. Sie soll für die Erfassung von Steuern und Sozialabgaben der Mini-Jobs zuständig sein. Darauf hatte sich der Ausschuss zuvor verständigt (die RUNDSCHAU berichtete). Platzeck rechnet mit bis zu 300 neuen Arbeitsplätzen. Dies brachte ihm nicht nur einen herzlichen Beifall der rund 150 Gäste ein, sondern entfachte unter den Cottbuser Teilnehmern auch gleich eine lebhafte Diskussion, wo denn diese neue Behörde kurzfristig untergebracht werden könnte.
Der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) hatte vor dem Eintreffen Platzecks in einem humorvollen Grußwort noch bekundet, dass er dem Ministerpräsidenten angeboten habe, für ihn die Vertetung im Vermittlungsauschuss zu übernehmen, da die RUNDSCHAU-Veranstaltung mit Sicherheit der angenehmere Termin wäre. Der Parlamentarische Abend in Potsdam ist mittlerweile eine Institution. Zum siebten Mal trafen sich am Dienstag abend Spitzenpolitiker von SPD, CDU, PDS, FDP und Bündinsgrünen aus der Region und dem Land zum Meinungsaustausch mit Vertretern der RUNDSCHAU. Allein die Landesregierung war im Foyer des Nikolaisaals mit sieben von neun Ministern vertreten. Neben Schönbohm waren dies Barbara Richstein (Justiz) und Johanna Wanka (Kultur) von der CDU, sowie Dagmar Ziegler (Finanzen) Steffen Reiche (Bildung), Günter Baaske (Arbeit) und Wolfgang Birthler (Agrar) von der SPD. Fast alle Landräte, Landtags- und Bundestagsabgeordnete aus der Region waren ebenfalls gekommen. Und selbst der frühere Ministerpräsident und langjährige Cottbuser Landtagsabgeordnete Manfred Stolpe (SPD) fand trotz seines engen Terminkalenders auch als Bundesminister Zeit für die RUNDSCHAU. „Ich war hier immer Stammgast und werde es aus Verbundenheit zur Region auch weiter gerne bleiben“ , so Stolpe. (Eig. Ber./ta)