So seien 67 Millionen des insgesamt 385 Millionen Euro umfassenden Pensionsfonds bei der französischen BNP Paribas angelegt, die Greenpeace als wichtigste Bank zur Finanzierung von Atomkraftwerken bezeichne. 2,5 Millionen Euro seien im tschechischen Konzern CEZ angelegt, der unter anderem das Atomkraftwerk Temelin betreibt.

In der Landesregierung gebe es nur ein sehr kleines Referat, das "tagesaktuell" über die Geldanlage des Pensionsfonds entscheide. "Wir wollen, dass ein Ethikbeirat eingerichtet wird, der über die Anlagestrategie entscheidet", sagte Vogel in Potsdam. Dinge wie Kinderarbeit oder die Investition in Atomkraftwerke sollten für Geldanlagen des Landes ausgeschlossen werden.

Andere Bundesländer, wie etwa Rheinland-Pfalz, legten ihr Geld nur in eigenen Wertpapieren an. Auch eine Geldanlage im Rahmen der Mikrokreditgenossenschaft Oikocredit sei aus Sicht von Vogel vorstellbar. "Wir wollen schlicht nicht, dass die ethische Dimension bei der Geldanlage ausgeblendet werden."