Im Herbst sind in Brandenburger Wäldern wieder Scharen von Pilzsammlern unterwegs. Das nutzen Diebe aus. "Es werden wieder verstärkt Einbrüche in Autos gemeldet", sagte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Rudi Sonntag.

Allein am Sonntag gab es mehrere Meldungen: Bei Gräbendorf (Dahme-Spreewald) verschwanden aus einem Auto ein Portmonee mit Bargeld und Dokumenten sowie ein Handy. An der B 179 nahe der Haltstelle Doppeltor schlugen Diebe die Scheibe eines Autos ein, stahlen Navigationsgerät und Sonnenbrillen. Ein anderer Pilzsucher hatte am Vortag sein Auto im Waldgebiet Siethen/Thyrow (Teltow-Fläming) abgestellt. Als er zurückkam, war der Wagen aufgebrochen - Rucksack samt Portemonnaie mit Ausweis und Bargeld waren weg.

Anfang Oktober waren innerhalb kurzer Zeit an einem Sonntag in einem Wald bei Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) drei Autos geknackt worden. Die Diebe hatten gezielt in den Kofferräumen nach Beute gesucht.

Derartige Straftaten registrierten derzeit alle Regionen, genaue Zahlen lägen jedoch nicht vor, hieß es bei der Polizei. Die Tathergänge ähneln sich: Meist schlagen die Täter die Scheiben ein, dann werden Handtaschen oder andere Wertgegenstände entwendet. Oft geschieht dies am Wochenende, wenn viele Menschen in den Wäldern sind.

"Die Täter spähen genau aus, ob unter Jacken, Sitzen oder im Handschuhfach Dinge versteckt werden", sagt der Polizeisprecher. Viele Möglichkeiten gebe es nicht im Auto - und die würden die Diebe kennen.