Am heutigen Montag hätte Harrison, der 2001 an Krebs starb, seinen 70. Geburtstag gefeiert.

Geboren wurde der jüngste und schönste der Fab Four 1943 in einem Vorort der nordenglischen Hafenstadt Liverpool. Er ging auf dieselbe Grundschule wie John Lennon, wechselte später auf das Liverpool Institute, das auch Paul McCartney besuchte. Die beiden lernten sich im Schulbus kennen und freundeten sich an, als sie ihr gemeinsames Interesse für Musik entdeckten. Über McCartney stieß er zu dessen Band mit John Lennon. Dieser wollte den erst 14-jährigen Teddy mit langer Anzugjacke, engen Hosen und Elvis-Tolle zuerst nicht dabei haben - bis er den Jungen mit dem schmalen Gesicht und dem Liver pooler Akzent spielen hörte.

Ab 1960 trat die Gruppe als Beatles auf, Schlagzeuger Ringo Starr machte die Fab Four komplett. Obwohl die Musik der Pilzköpfe vor allem von Lennon und McCartney dominiert wurde und sich der stille Harrison oft ihrem Willen beugte, stammen einige der bekanntesten Titel der Band aus seiner Feder: Die Ballade "While My Guitar Gently Weeps" und das Lied "Here Comes the Sun" zum Beispiel.

In den 1960er-Jahren konvertierte Harrison zum Hinduismus. Er war es, der die Band nach Indien brachte und indische Klänge auf manche Alben. Nach der Trennung der Fab Four 1970 war Harrison als Solo-Künstler mit dem Hare-Krishna-Superhit "My Sweet Lord" erfolgreich. Später stand er zusammen mit Bob Dylan, Tom Petty, Jeff Lynne und Roy Orbison als "Traveling Wilburys" auf der Bühne. 1999 überlebte Harrison knapp die Messerattacke eines Attentäters.

Am 29. November 2001 starb der Beatle mit der weinenden Gitarre nach langer Krebskrankheit in Los Angeles mit 58 Jahren. Vor den Londoner Abbey Road Studios, wo die Pilzköpfe fast alle Alben aufgenommen haben, legten Fans Blumen nieder. Vor dem Buckingham Palast spielte die Militärband während des Wachwechsels statt der üblichen Marschmusik ein Beatles-Medley.