Schippel kann sich eine "Feuerwehr-Grundausbildung" für Angestellte im öffentlichen Dienst vorstellen.

Brandenburgs freiwillige Feuerwehren haben im vergangenen Jahrzehnt rund 10 000 Mitglieder verloren. Die Tageseinsatzbereitschaft sei vielerorts gefährdet, sagt der Verbandschef. In den folgenden Jahren rechnet sein Verband mit dem weiteren Rückgang der Mitgliederzahl um jährlich 1000; heute gibt es noch etwa 39 000 aktive freiwillige Feuerwehrleute.

Zuvor hatte der Verband vorgeschlagen, die freiwillige Feuerwehrarbeit mit einer zusätzlichen Rente attraktiver zu machen. Die CDU im Potsdamer Landtag hat diesen Vorschlag aufgegriffen; allerdings bevorzugt der Verband nun eine bundeseinheitliche Regelung. In Sachsen, wo der Mitgliederschwund ähnliche Ausmaße hat, gibt es seit 2010 eine Art Feuerwehrrente, die über die Sparkassen-Versicherung finanziert wird.

Knappes Personal hat zu Zentralisierung - Beispiel integrierte Rettungsleitstelle in Hoyerswerda - und zu Neuerungen geführt. So dürfen freiwillige Feuerwehrleute in Sachsen-Anhalt bis 67 aktiv bleiben. Nach dem Tod von zwei Kameraden bei einem Unfall auf der A 2 im September machen sich Brandenburg und Sachsen zudem für eine bundeseinheitliche Hinterbliebenen-Versorgung stark.