"Die Person war voll den Maßgaben der (Gesundheitsbehörde) CDC gefolgt: Anzug, Handschuhe, Maske, Brille", sagte der Behördenvertreter Daniel Varga.

Dem Fernsehsender CNN zufolge soll die Infizierte eine Krankenschwester sein. Ihr Gesundheitszustand war dem Krankenhaus zufolge zunächst stabil. Ebenso wie bei einem Fall in Spanien hatte sie sich demnach infiziert, obwohl sie bei der Versorgung des Ebola-Kranken Schutzanzug, Handschuhe und Gesichtsschutz trug. Wie das passieren konnte, war zunächst unklar. Die Pflegehelferin in Spanien soll sich beim Ausziehen des Schutzanzugs mit einem Handschuh ins Gesicht gefasst haben. Die Pflegekraft in den USA hatte am Freitag leichtes Fieber gemeldet und war sofort isoliert worden. Ein erster Test habe Ebola ergeben, das Ergebnis einer Kontrolluntersuchung stehe noch aus. Jetzt würden die Menschen, die mit ihr Kontakt hatten, untersucht, hieß es.

"Wir haben unser Team in Dallas vergrößert und arbeiten mit äußerstem Hochdruck daran, eine weitere Ausbreitung zu verhindern", sagte David Lakey von der Gesundheitsbehörde des Staates Texas. Der Mann aus Liberia, bei dem sich die Pflegekraft ansteckte, war am Mittwoch gestorben.

Auf dem New Yorker John F. Kennedy-Flughafen werden Reisende aus Ländern, wo die Ebola grassiert, inzwischen bei der Ankunft auf mögliche Symptome untersucht. Die vier anderen großen US-Flughäfen sollen folgen. Der Schutz der US-Bürger habe höchste Priorität, sagte Martin Cetron von der Seuchenbehörde CDC. Aber: "Egal wie viele dieser Schritte wir durchführen, das Risiko kann nicht auf Null gesenkt werden". Die CDC rechnen mit täglich rund 150 Reisenden aus Liberia, Sierra Leone und Guinea.

In Großbritannien wurde am Wochenende landesweit ein Ebola-Ausbruch simuliert. Schauspieler spielten Ebola-Erkrankte, die in Kliniken gebracht wurden, selbst der Transport von Blutproben in ein Speziallabor wurde geprobt.

In Deutschland besteht nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) kein Grund zur Sorge. Es gebe "hervorragend ausgestattete Behandlungszentren", die auf den Umgang mit hoch ansteckenden Krankheiten spezialisiert seien, sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post" (Samstag). Die Notfallpläne für den Umgang mit Erkrankten würden regelmäßig geübt.