Es handele sich um ein Produkt mit der Bezeichnung "Rindergulasch 540g Omnimax" und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 05.11.2015, teilte der Hersteller Dreistern-Konserven GmbH & Co. KG am Freitag mit. Betroffene Ware sei bereits vorsorglich aus dem Sortiment der Kunden genommen worden. Verbraucher hätten die Möglichkeit, die Ware in dem Laden zurückzugeben, in dem sie es gekauft haben.

"Es handelt sich bei dem Produkt um ein sicheres, in keiner Weise die Gesundheit der Verbraucher beeinträchtigendes Lebensmittel", betonte das Unternehmen. Der Rückruf erfolge als reine Vorsichtsmaßnahme. Die nachgewiesenen Spuren von Pferde-DNA könnten "im Rahmen der Fleischverarbeitung bereits durch die Nutzung gemeinsamer Schlachthäuser oder Transportbehälter entstanden sein".

Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Anita Tack (Linke) zeigte sich "erschüttert" von dem Fall und sprach von "hoher krimineller Energie", die hart bestraft werden müsse. Lebensmittelkontrolleure des Landkreises Ostprignitz-Ruppin würden jetzt ermitteln, wie das Pferdefleisch in die Konserven gelangen konnte.

Bisher standen französische Hersteller im Fokus der Pferdefleisch-Debatte. Nach Angaben der Ermittler soll der Hersteller Comigel rund 4,5 Millionen Fertiggerichte mit falsch deklariertem Pferdefleisch der Firma Spanghero hergestellt haben, die dann an mindestens 28 Unternehmen in 13 europäischen Ländern verkauft wurden. Bundesweit werden Zehntausende Packungen mit Fertig-Lasagne als Folge des Skandals vernichtet.

Handelsketten nahmen massenhaft verdächtige Ware aus den Regalen, in Kühlhäusern gelagerte Produkte wurden sichergestellt. Die Packungen würden in der Regel sofort zerstört, sagte ein Sprecher des Agrarministeriums von Mecklenburg-Vorpommern.