König wird unter anderem vorgeworfen, bei einer Anti-Nazi-Demonstration im Februar 2011 in Dresden zu Gewalt gegen Polizisten aufgerufen zu haben. Er bestreitet das.

Das Gericht setzte im Sommer nach sieben Prozesstagen die Hauptverhandlung aus, nachdem die Verteidigung wiederholt auf Widersprüche bei Video-Beweismaterial aufmerksam gemacht hatte. Die Anwälte legten etwa 200 Stunden ungeschnittene Polizeivideos von der Demonstration vor, die ihrer Auffassung nach den Tatvorwurf widerlegen. Die Staatsanwaltschaft hatte für ihre Beweisführung dagegen von der Polizei geschnittene Videos vorgelegt, die für die Verteidigung aus einer "Fälscherwerkstatt" kamen.

Königs Anwalt Johannes Eisenberg hofft, dass das Verfahren gegen seinen Mandanten völlig eingestellt wird. "Das Gericht wäre gut beraten, wenn das Verfahren in rechtsstaatlich bedenkenfreier Weise ohne Sachentscheidung beendet würde", sagte er. Bei den Protesten gegen den Neonazi-Aufmarsch am 19. Februar 2011 war es zu schweren Krawallen und Gewaltexzessen gekommen.