„Die Geheimdienste aller Länder wissen, dass die Zeit abläuft“, sagte Peres zudem in einem anderen Interview. Iran könne schon in sechs Monaten eine Atombombe haben, warnte der Friedensnobelpreisträger von 1994. Peres betonte, die Welt sei nun gegenüber Israel in der Pflicht, die iranischen Atombestrebungen notfalls auch militärisch zu stoppen.

Proteste überschatten Wahlen in Nicaragua

Überschattet von Manipulationsvorwürfen und Protesten haben in Nicaragua am Sonntag Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattgefunden. Im Kampf um das höchste Staatsamt standen sich der 65-jährige Amtsinhaber Daniel Ortega und der Medienunternehmer Fabio Gadea gegenüber. Ortega tritt trotz Verfassungsverbotes zum dritten Mal an. Erste Ergebnisse werden für den heutigen Montag erwartet. Wahlberechtigt waren rund 3,4 Millionen Nicaraguaner.

Auch im gleichfalls in Mittelamerika gelegenen Guatemala wurde gestern der Präsident bestimmt. In einer Stichwahl traten zwei konservative Kandidaten gegeneinander an. Ergebnisse gibt es heute.

Palästinenser feuern Raketen auf Israel

Militante Palästinenser aus dem Gazastreifen haben in der Nacht zum Sonntag erneut zwei Raketen auf Israel abgefeuert. Ein israelischer Armeesprecher teilte mit, die beiden Geschosse seien in der Nähe der Küstenstadt Aschkelon eingeschlagen. Dabei habe ein ausländischer Arbeiter Verletzungen erlitten. Am Samstag waren bei einem israelischen Luftangriff ein Palästinenser getötet und ein weiterer schwer verletzt worden.

Muslimische Sekte wütet in Nigeria

Eine Anschlagsserie der radikalen muslimischen Sekte Boko Haram im Norden Nigerias hat seit Freitag mindestens 150 Menschen das Leben gekostet. Die Bombenanschläge und bewaffneten Angriffe richteten sich gegen Polizeistationen, einen Militärstützpunkt und Kirchen in Damaturu, Maiduguri und zwei kleineren Orten, wie offizielle Stellen erklärten.

Die Anschlagsserie ereignete sich zwei Tage vor Beginn des islamischen Opferfestes Eid el Adha. Boko Haram will in Nigeria die strikte Scharia einführen.

EKD drängt auf mehr soziale Gerechtigkeit

Mehr Einsatz für soziale Gerechtigkeit hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise und in der Lohnpolitik angemahnt. Auf der Jahrestagung der Kirche in Magdeburg forderte der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider am gestrigen Sonntag eine Regulierung der Finanzmärkte.