Mit einigen von ihnen traf er sich am Freitagnachmittag extra in der Autobahnraststätte „Vogtland Süd“. Neben Morlok wollten auch Vertreter mehrerer sächsischer Unternehmen, Verbände und Kammern sowie von der Bundesagentur für Arbeit mit den Autofahrern an der A72 kurz hinter der bayerisch-sächsischen Landesgrenze ins Gespräch kommen, um sie angesichts des Fachkräftemangels von einer dauerhaften Rückkehr nach Sachsen zu überzeugen.

Im Juni hatte Morlok zum ersten Pendlertreff geladen und dabei Dutzende Stück Eierschecken verschenkt.

Rund 70 000 Sachsen pendeln laut Ministerium regelmäßig in den Westen, um dort zu arbeiten. Allein die Metall- und Elektroindustrie im Freistaat meldet jedoch für die nächsten Jahre einen Bedarf von etwa 50 000 neuen Arbeitskräften an. Schon im September habe es fast 5000 freie Stellen gegeben, hieß es.

Die Arbeitsagentur hatte zuletzt branchenübergreifend rund 20 000 offene Vollzeitjobs regis triert.