Zur Bekämpfung der Schuldenkrise will die Eurozone unter anderem ihren Rettungsschirm EFSF durch einen Sonderfonds verstärken, in den Drittländer einzahlen sollen. Am Donnerstag telefonierte der französische Staatschef Nicolas Sarkozy deswegen mit seinem chinesischen Kollegen Hu Jintao. Sarkozys Büro teilte anschließend mit, die beiden Präsidenten hätten sich auf eine enge Zusammenarbeit geeinigt.

Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Jiang Wu, hielt sich zunächst bedeckt. Peking begrüße die Verständigung auf Stärkung der Banken und einen Schuldenschnitt für Griechenland, sagte sie. „China ist bereit, mit der Staatengemeinschaft daran zu arbeiten, die Stabilität auf dem internationalen Finanzmarkt sowie weltwirtschaftliche Erholung und Wachstum zu fördern.“

Vorerst beschränkt sich die Unterstützung Chinas für seinen größten Handelspartner darauf, weiterzumachen wie bisher: mit Europa Handel zu treiben und einen Teil des Handelsbilanzüberschusses in die sichersten europäischen Staatsanleihen zu investieren. Europa jetzt unter die Arme zu greifen, könnte gleichwohl dem Bestreben Chinas nützlich sein, als eine der führenden Wirtschaftsmächte anerkannt zu werden. Eine direkte finanzielle Beteiligung für die chinesische Führung ist allerdings mit einem politischen Risiko behaftet: Sie würde öffentliche Gelder zur Rettung europäischer Länder ausgeben, die trotz der Schuldenkrise pro Kopf immer noch reicher sind als China selbst.