Seit Januar saß Fohrman bei vollen Bezügen zu Hause. Mit ihrer Einstellung am Arbeitsgericht Potsdam endet eine peinliche Panne des Brandenburger Justizministeriums.

Bei der Gerichtsreform Ende 2011 wurde das Arbeitsgericht Senftenberg als selbstständiger Standort aufgelöst und nur noch als Außenstelle des Arbeitsgerichtes Cottbus geführt. Fohrmann, die die Gerichtsreform öffentlich kritisiert hatte, wollte nach 18 Jahren Tätigkeit in diesem Bereich in der Arbeitsrechtsprechung bleiben.

Sie wurde nach vier Monaten Zwangspause im Juni 2012 jedoch an das Sozialgericht Potsdam versetzt.

Im April dieses Jahres gewann Fohrmann eine Klage dagegen auch in zweiter Instanz vor dem Dienstgerichtshof des Landes. Die gesetzliche Frist für ihre Versetzung war nicht eingehalten, der Richterwahlausschuss nicht beteiligt worden, so die Begründung.

Pikant an der jetzt erzielten Einigung ist, dass die Stelle als stellvertretende Direktorin des Arbeitsgerichtes Potsdam schon während des Rechtsstreites zwischen Fohrmann und dem Justizministerium nicht besetzt war. Eine Einstellung der Senftenberger Arbeitsrichterin hatte das Ministerium damals abgelehnt, weil insgesamt schon zu viele Richter dort tätig seien.