Vor einer Woche hatte Pegida bis zu 8500 Anhänger mobilisieren können. Nach den Anschlägen auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" im Januar dieses Jahres in Paris hatte Pegida mehr als 20 000 Menschen auf die Straße gebracht - die bislang höchste Teilnehmerzahl überhaupt.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Innenminister Markus Ulbig (beide CDU) hatten zuvor davor gewarnt, die Anschläge von Paris politisch zu missbrauchen.

Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling sprach am Montagabend davon, dass mit den Flüchtlingen auch Terroristen nach Europa kämen. Das zeige der syrische Pass, der im Zuge der Anschläge in Paris in der Nähe eines toten Attentäters gefunden wurde. Ob der Pass überhaupt echt ist, war jedoch weiterhin unklar. Gegen Pegida gingen etwa 1000 bis 1500 Menschen auf die Straße. Sie waren dem Aufruf der Gruppe Gepida - "Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter" - gefolgt.