Der Jahrestag vor einer Woche hat den selbst ernannten Abendlandrettern Aufwind beschert. Zur Demonstration am gestrigen Montag fanden sich noch einmal mehrere Tausend Pegida-Anhänger ein. Nach einer Kundgebung auf dem Theaterplatz zogen sie über den Postplatz, den Pirnaischen Platz und die St. Petersburger Straße wieder zurück vor die Semperoper.

Zeitgleich hatten sich Pegida-Gegner am Terrassenufer unter dem Motto "Rassismus den Boden entziehen: Pegida stoppen und Sozialabbau bekämpfen" versammelt. Am Postplatz standen sie dem vorbeiziehenden Pegida-Aufzug gegenüber. Die Konfrontation verlief weitgehend friedlich, bis auf ein paar aggressive Zwischenrufe aus dem Pegida-Lager. Die Polizei war mit 450 Beamten vor Ort.

Die Kundgebung auf dem Theaterplatz kam diesmal ohne prominenten Hauptredner aus. Organisator Lutz Bachmann wetterte, wie üblich, gegen die Bundesregierung und die Presse. Den missglückten Auftritt des Skandalautors Akif Pirincci in der Vorwoche erwähnte Bachmann mit keinem Wort. Dessen Rede hatte er abgebrochen und sich später dafür entschuldigt. "Pegida ist nicht Akif Pirincci" stand gestern auf dem Plakat eines Demonstranten.