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Pegida-Effekt belastet Sachsen

Neuhardenberg. Sachsens Tourismuswirtschaft leidet weiter unter den Folgen der fremdenfeindlichen Pegida-Demonstrationen in Dresden. "Bis 2014 zählte Sachsen zu den dynamischsten Bundesländern in Ostdeutschland", heißt es im diesjährigen Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbands, das der RUNDSCHAU vorliegt. iwe1

"Nach zwei Jahren der Stagnation findet sich Sachsen nun auf Rang vier von fünf wieder", so das Fazit der Auswertung.

Während im deutschen Durchschnitt die Zahl der Übernachtungen in gewerblichen Betrieben um 2,5 Prozent stieg, wuchs diese Zahl in Sachsen im vergangenen Jahr nur noch um 0,1 Prozent. Die Zahl der Betten sei seit 2011 um 1,9 Prozent zurückgegangen.

Mit Ausnahme von Leipzig gebe es in keiner Region Sachsens derzeit ein länger als ein Jahr anhaltendes Wachstum im Tourismus. Gründe dafür seien "negative Imageeffekte durch ausländerfeindliche Demonstrationen und eine gewisse Strukturschwäche im Angebot der sächsischen Mittelgebirge", so die Analyse der Tourismus-Experten.

So sei das sächsische Burgen- und Heideland die ostdeutsche Tourismusregion, die von den Besuchern derzeit mit Abstand am schlechtesten bewertet werde. Hier seien die Anbieter vor Ort gefordert, die Qualität ihrer Angebote nachhaltig weiterzuentwickeln, um so künftig wieder Besucher für ihre Angebote begeistern zu können.