" Er erneuerte damit seinen Vorschlag einer Pauschalierung von Wohn- und Heizkosten, bei der Betroffene nach bestimmten Kriterien einen festgelegten Betrag unabhängig von ihrer tatsächlichen Miete erhalten. Allerdings sollte sich die Pauschale am örtlichen Mietspiegel orientieren. Solange die Jobcenter die Wohnkosten immer übernehmen, entfalle für viele der Anreiz, eine im Verhältnis zu den Wohnkosten geringer bezahlte Arbeit anzunehmen. Eine Wohnkosten-Pauschale hält hingegen der Deutsche Mieterbund nicht für sinnvoll. Dessen Präsident Lukas Siebenkotten wandte sich dagegen, "alles über einen Kamm" zu scheren. Er bezeichnete die heutige Regelung, dass angemessene Wohnungen bezahlt werden müssen, in der "Berliner Zeitung" als wesentlich praktikabler. Bei einer Pauschalierung stelle sich die Frage, an welchem Maßstab man sich bei der Festsetzung orientieren solle. Allein bei den Energiekosten schwankten die Preise für eine sechzig Quadratmeter große Wohnung je nach Heizsystem zwischen 400 und 1200 Euro im Jahr. Im Koalitionsvertrag von Union und FDP ist eine Pauschalierung geplant. Die Kommunen fordern vom Bund angesichts riesiger Finanzlöcher eine starke Entlastung bei den Wohnkosten. dpa/kr