Mit dem Geld wurde in Brasilien Land gekauft, das auf die Auswilderung des Spix-Ara vorbereitet werden soll, sagte Dieter Rinke, wissenschaftlicher Leiter des Vereins zur Erhaltung bedrohter Papageien, am Freitag in Schöneiche (Oder-Spree). Der Verein nimmt an einem Zuchtprogramm für diese Tiere teil.Die Vogeldame Frieda war vor einigen Monaten geschlüpft. Sie ist den Angaben zufolge der einzige Spix-Ara, der 2008 weltweit gezüchtet wurde. Nach Einschätzung Rinkes hat sich Frieda gut entwickelt. "Sie wird noch gefüttert, frisst aber auch schon allein Körner und Obst." Der Vogel ist ausgewachsen, etwa einen halben Meter lang, hat hellblau-graues Gefieder und teilt die Voliere mit einem Rotrückenara. "So soll Frieda, die von Menschen aufgezogen wurde, das Verhalten von Papageien lernen", sagte Rinke.In Deutschland gibt es nach seinen Schätzungen weit mehr als 10 000 Papageienzüchter. Papageien können bis zu 40 Jahre alt werden. Der Spix-Ara wurde 1819 entdeckt und nach dem Forscher Johann Baptist Ritter von Spix (1781-1826) benannt. Seit etwa zehn Jahren gilt er in freier Wildbahn als ausgestorben. dpa/das