Sehr wichtig seien daher zinsgünstige Kredite, die erst nach dem Studium zurückzuzahlen sind. Während CDU-Vertreter Wankas Aussage als Bekenntnis zu Studiengebühren begrüßten, lehnten Politiker von SPD und Linkspartei die Gebühren ab. Nach Angaben aus der SPD-Fraktion sind aber in der Novelle des Hochschulgesetzes keine Studiengebühren vorgesehen.
Wanka gab zu bedenken, dass ab kommendem Herbst 70 Prozent aller Studenten in Deutschland Beiträge zahlen müssen. "Ich habe immer betont, dass wir die Erfahrungen der anderen Bundesländer genau auswerten müssen, bevor wir uns selbst für ein Modell entscheiden, das wir ja nach unseren Vorstellungen gestalten können", sagte sie. Studiengebühren dürften allerdings nicht bedeuten, dass Studenten für das gleiche Angebot, das sie bisher gratis erhalten, künftig zahlen müssen. Dieses Geld müsse der Verbesserung der Lehre dienen.
Wissenschafts-Staatssekretär Johann Komusiewicz habe gestern im Wissenschaftsausschuss allerdings mitgeteilt, dass in die Novelle des Hochschulgesetzes keine Studiengebühren eingearbeitet werden, sagte die Vize-Vorsitzende der SPD-Fraktion, Klara Geywitz.
"Bildung ist ein Gut, das den Menschen kostenfrei zu Verfügung gestellt werden muss", sagte der hochschulpolitische Fraktionssprecher der Linkspartei, Peer Jürgens. Er stimme Wanka zwar zu, dass die Qualität des Studiums gesteigert werden müsse. Dafür aber Gebühren zu erheben, sei "der völlig falsche Ansatz".
Dagegen sagte CDU-Fraktionschef Thomas Lunacek: "Die CDU steht hinter dem Bekenntnis von Ministerin Wanka zu Studiengebühren." Die Wettbewerbsfähigkeit der brandenburgischen Hochschulen hänge davon ab, dass die Qualität der Lehre gesteigert werde, sagte er.