Für Sachsens Linke konstatiert deren Landesschatzmeister Heinz Pingel, dass die Spenden von Mitgliedern und Sympathisanten im vorigen Jahr vor allem anlässlich der Kommunalwahlen um mehr als 80 Prozent gegenüber 2007 gestiegen seien. „Die bisher in diesem Jahr schon eingegangenen Spenden lassen eine weitere Erhöhung erwarten.“

Auch die SPD verneint negative Auswirkungen der Krise. Dies führte eine Parteisprecherin darauf zurück, dass „in erster Linie nicht Unternehmen, sondern vielmehr Privatleute an uns spenden“. Ähnlich argumentiert die FDP. Deren Landesgeschäftsführer Torsten Herbst zufolge erhalten die Liberalen „ohnehin keine großen Unternehmens- oder Konzernspenden, sondern vor allem viele Kleinspenden von Bürgern“. Bisher deute sich ein im Vergleich zu den Jahren der Landtagswahl 2004 und Bundestagswahl 2005 deutlich höheres Niveau an. „Für die FDP Sachsen zeichnet sich bei der Zahl der Spender sogar ein Rekordjahr ab“, sagte Herbst.

Ein Sprecher der CDU teilte mit, dass für die Wahl noch keine Spendenaktivitäten aufgenommen wurden. Den bislang vorliegenden Rechenschaftsberichten zufolge lag das Spendenaufkommen für Sachsens Union im Landeswahljahr 2004 mit knapp 1,6 Millionen Euro deutlich über den Zuflüssen von 2005 (rund 900 000 Euro).

Grünen-Landesgeschäftsführer Hubertus Grass betonte, dass das Spendenaufkommen für den Landesverband „immer sehr gering“ sei: Unternehmensspenden gingen meist an die Bundespartei, Mitglieder wiederum würden ihre Spenden gern an die Kreisverbände richten. Für den anstehenden Wahlkampf habe es „noch keine Spendenakquise“ gegeben. ddp/das