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Parlamentswahl in Finnland: Konservative Regierung vor dem Aus

Helsinki. Bei der Parlamentswahl in Finnland droht dem konservativen Regierungschef Alexander Stubb nach nur zehn Monaten im Amt das Aus. Stubbs Landsleute glauben nicht mehr daran, dass seine Vier-Parteien-Koalition Finnlands Wirtschaft aus der Krise führen kann. dpa/uf

Stattdessen könnte die Zentrumspartei als stärkste Kraft aus der Wahl an diesem Sonntag hervorgehen und für eine neue Regierung Sozialdemokraten und Rechtspopulisten ins Boot holen. Die sozialliberale Zentrumspartei liegt in Umfragen mit 24 Prozent vor Stubbs Nationaler Sammlungspartei mit 16,9 Prozent. Den Konservativen dicht auf den Fersen sind die rechtspopulistischen "Wahren Finnen" mit 16,7 Prozent. 2011 hatte die Partei, die auf die Europa-Verdrossenheit unter den finnischen Wählern setzte, einen aufsehenerregenden Wahlerfolg gelandet und die Konservativen gezwungen, eine Koalition aus ursprünglich sechs Parteien zu bilden. Zentrums-Chef Juha Sipilä zeigte sich einer Zusammenarbeit mit allen Parteien gegenüber offen, wollte sich aber nicht zu Wunschpartnern äußern.