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| 02:43 Uhr

Parlamentswahl beschert Serbien Umbruch der Parteienlandschaft

Belgrad. Nach der Parlamentswahl in Serbien, die eine völlige Neugestaltung der Parteienlandschaft erbracht hat, soll die neue Regierung bereits am 1. Mai stehen. dpa/uf

Noch im Laufe dieser Woche werde die "Fortschrittspartei" (SNS) als absoluter Wahlsieger ihre Marschroute für das neue Kabinett beschließen, ließ ihr Vorsitzender Aleksandar Vucic am Montag in Belgrad mitteilen.

Die SNS wird im Parlament mit 156 von 250 Sitzen die absolute Mehrheit besitzen, teilte die Wahlforschungsgruppe Cesid am Montag mit. Der bisherige Juniorpartner, die Sozialisten von Regierungschef Ivica Dacic, kamen danach mit 44 Abgeordneten auf Platz zwei. Sie verdrängten die Demokraten (DS) als langjährige Regierungs- und heutige Oppositionspartei, die von 67 auf 20 Sitze abstürzten. Drei seit Langem im Parlament vertretene Parteien, die Nationalisten (DSS) des früheren Staats- und Regierungschefs Vojislav Kostunica, die Liberalen (LDP) und die Regionalpartei URS, scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde. Durch die geringere Zahl von Parlamentsparteien werde das Regieren "effektiver", analysierte Cesid-Direktor Marko Blagojevic die neue Lage. Der SNS-Erfolg sei "nichts Spektakuläres", erklärte Milan Knezevic als Vertreter der Klein- und Mittelbetriebe der Agentur Beta.