Als Grund dafür nennt der CDU-Politiker den starken Bevölkerungsrückgang in den vergangenen Jahren. Künftig müsse die Zahl der Mandate an die demografische Entwicklung angepasst werden, sagte Rößler.

In der aktuellen Legislaturperiode besteht das Parlament aus 132 Abgeordneten. Angaben über den Umfang der Mandatsreduzierung machte Rößler nicht. “Eine Kommission wird die Größe der Wahlkreise an die Bevölkerungsentwicklung anpassen„, sagte der CDU-Politiker. Um die Zahl der Parlamentsabgeordneten zu ändern, sei laut Verfassung eine Zweidrittel-Mehrheit im Landtag nötig.

Die Forderung der FDP nach Einführung eines Teilzeitparlamentes lehnt Rößler hingegen ab. “Wer ein Mandat hat, sollte sich auch immer hundertprozentig dafür einsetzen können„, sagte Rößler. Mit halber Kraft sei keine vernünftige Parlamentsarbeit möglich.

Rößler sitzt seit 1990 im Landtag. Vom Herbst 1994 bis zum Frühjahr 2002 war der gebürtige Dresdner Kultusminister, anschließend bis Herbst 2004 Minister für Wissenschaft und Kunst. Seit letztem Jahr ist Rößler Präsident des sächsischen Landtages.