Der vatikanische "Ökumene-Minister", Kardinal Walter Kasper, berichtete dabei über den Stand des Dialogs mit Orthodoxen, Reformierten sowie charismatischen Bewegungen und Pfingstkirchen. Weitere Themen seien der interreligiöse und der Dialog mit dem Judentum gewesen.
An der Debatte hätten sich siebzehn Kardinäle beteiligt, teilte der Vatikan mit. Dabei sei die katholische Soziallehre und ihre Umsetzung als "eines der viel versprechenden Felder der Ökumene" bezeichnet worden. Ferner sei es um den Einsatz für die "Reinigung der Erinnerung" gegangen. Der Papst und das Kardinalskolleg hätten überdies dazu aufgerufen, Kommunikationsformen zu verwenden, die die Sensibilität anderer Christen nicht verletzten.
Die Teilnehmer der eintägigen Beratungen sind dem Vernehmen nach auf ökumenische Ereignisse der vergangenen Monate eingegangen. Dazu gehört die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung im rumänischen Sibiu, das Versammlung der katholisch-orthodoxen Theologenkommission in Ravenna sowie das interreligiöse Friedenstreffen in Neapel. Das Arbeitstreffen endete mit einer Ansprache des Papstes.
Benedikt hatte 201 Kardinäle zum dem außerordentlichen Konsistorium eingeladen. In einer feierlichen Zeremonie wird der Papst heute 23 Kardinäle ernennen, darunter den deutschen Kurienerzbischof Paul Josef Cordes. Von den neuen Purpurträger sind 18 unter 80 Jahre alt und wären damit bei einem Konklave wahlberechtigt. Am Sonntag wird Benedikt gemeinsam mit den Kardinälen eine Messe feiern. Beim ersten Konsistorium seiner Amtszeit im März 2006 hatte Benedikt 15 Kardinäle ernannt.
Zudem gab der Vatikan bekannt, dass die zweite Enzyklika von Benedikt XVI. am 30. November erscheinen soll. Die neue Enzyklika trägt den Titel "Spe Salvi" (Gerettet durch die Hoffnung) und ist inspiriert durch den Brief des heiligen Paulus an die Römer. Die Enzyklika soll nach den offiziellen Angaben gleichzeitig in acht Sprachen herauskommen, darunter in Latein, Englisch und Deutsch. (epd/roe)