Auf dpa-Anfrage wollte die Bundesregierung zu dem Thema am Wochenende keine Stellung nehmen.

Die "Boxer" zählen zu den modernsten Gefechtsfahrzeugen der Welt und werden von der Bundeswehr in Afghanistan als gepanzerte Truppentransporter eingesetzt. Laut "Spiegel" ist das Modell auch straßentauglich und dazu geeignet, Aufstände zu bekämpfen. Mit dem Radpanzer solle die "Königliche Garde" des islamischen Königreichs auf modernstes internationales Niveau aufgerüstet werden. Der Bundessicherheitsrat habe die Entscheidung über die Anfrage auf das kommende Jahr verschoben.

Die Wunschliste der Saudis umfasst nach früheren Medienberichten neben den Radpanzern auch Kampfpanzer vom Typ "Leopard 2". Bereits im Juli 2011 hatte ebenfalls der "Spiegel" berichtet, der Bundessicherheitsrat habe eine Anfrage Saudi-Arabiens gebilligt. Demnach hat das Königreich Interesse an bis zu 200 neuen "Leopard"-Kampfpanzern.

Die Bundesregierung hat sich zu dem angeblichen Panzer-Deal bisher nicht geäußert. Ebenfalls ins Auge gefasst wird der Kampfpanzer von Indonesien: Die indonesische Regierung erwartet noch vor Jahresende die erste Lieferung von insgesamt 100 "Leopard"-Kampfpanzern und 50 kleineren "Marder"-Schützenpanzern. Die Gesamtlieferung solle Anfang 2014 abgeschlossen sein. Eine Entscheidung der Bundesregierung zu dem Waffenexport soll noch ausstehen.