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Zwei gesuchte Zeuginnen im Mordfall Freiburg melden sich

Freiburg. Nach mehreren Aufrufen der Polizei im Fall des Sexualmords von Freiburg haben sich zwei seit Wochen gesuchte Zeuginnen gemeldet. Ihre Aussagen würden nun ausgewertet, teilte die Polizei am Dienstag mit. dpa/pb

Eine der beiden Frauen sei eine Radfahrerin, die zur Tatzeit am Ort des Verbrechens vorbeifuhr. Ebenfalls gesucht worden war eine Frau, die am Tatabend in der Straßenbahn war, in der auch der Verdächtige saß. Sie war von ihm angesprochen worden und hatte dann den Platz gewechselt.

Der Verdächtige war Anfang Dezember festgenommen worden. Er steht im Verdacht, Mitte Oktober in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und ermordet zu haben. Zu den Vorwürfen schweigt er.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen Flüchtling, der den Angaben zufolge im November 2015 ohne Papiere nach Deutschland kam. Er lebte als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in Freiburg bei einer Pflegefamilie. Wegen einer anderen Gewalttat an einer jungen Frau 2013 war er in Griechenland zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, im Oktober 2015 aber gegen Auflagen entlassen worden. Kurz darauf tauchte er unter und kam nach Deutschland.