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| 10:56 Uhr

Unfall in Bayern mit zwei Toten
Polizei nimmt Fahrdienstleiter nach Zugunglück fest

Aichach. Nach dem Zugunglück in Bayern ist der Fahrdienstleiter vorläufig festgenommen worden. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Bei dem Zusammenstoß waren zwei Menschen gestorben.

Nach dem Zugunglück in Bayern ist der Fahrdienstleiter vorläufig festgenommen worden. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Bei dem Zusammenstoß waren zwei Menschen gestorben.

Nach ersten Ermittlungen sei der Unfall auf menschliches Versagen zurückzuführen, teilte das Polizeipräsidium in Augsburg am Dienstag mit. Der für die Strecke zuständige Fahrdienstleiter sei vorläufig festgenommen worden. Gegen den Mann bestehe der dringende Verdacht der fahrlässigen Tötung. Demnach ist der Unfall vom Montag wohl auf menschliches Versagen des 24-Jährigen zurückzuführen.

Ein technischer Defekt könne nach ersten Ermittlungen ausgeschlossen werden, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings könne noch nicht gesagt werden, was der 24-Jährige konkret falsch gemacht hat. "Dafür ist es noch viel zu früh." Die Staatsanwaltschaft Augsburg prüfe derzeit, ob ein Haftbefehl gegen den Fahrdienstleiter beantragt werde. Der zuständige Abteilungsleiter der Staatsanwaltschaft sei deshalb an den Unfallort gekommen, um sich einen persönlichen Eindruck zu machen.

Ein Personenzug war am Montag gegen eine stehende Güterbahn geprallt. Der Lokführer des Personenzugs und eine Passagierin starben, 14 Menschen erlitten Verletzungen und kamen in die Klinik. "Die Kriminalpolizei war die ganze Nacht an der Unglücksstelle", sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstagmorgen. Am Dienstag ermittelte die Kripo weiterhin vor Ort. Zudem soll im Laufe des Tages noch ein externer Gutachter an die Unfallstelle kommen. Zunächst blieb die Unfallstelle weiträumig abgesperrt.

Der Vorfall erinnert an das Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling vom Februar 2016. Damals waren zwei Züge der Bayerischen Oberlandbahn frontal zusammengestoßen. Zwölf Menschen starben, 89 wurden verletzt. Der Fahrdienstleiter hatte auf seinem Handy gespielt und Signale falsch gestellt. Er wurde wegen fahrlässiger Tötung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung hatte er zurückgezogen.

(wer)