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| 06:15 Uhr

Unglück in Bayern
Zwei Menschen sterben bei Zugkollision

Aichach. In Bayern ist ein Personenzug gegen eine stehende Güterbahn geprallt. Dabei sind zwei Menschen ums Leben gekommen, mehrere wurden verletzt. Die Ursache des Unglücks in der Nähe von Aichach ist noch unklar.

In Bayern ist ein Personenzug gegen eine stehende Güterbahn geprallt. Dabei sind zwei Menschen ums Leben gekommen, mehrere wurden verletzt. Die Ursache des Unglücks in der Nähe von Aichach ist noch unklar.

Nach dem tödlichen Zugunglück im bayerischen Aichach haben Experten damit begonnen, die Unfallursache zu untersuchen. "Die Kriminalpolizei war die ganze Nacht an der Unglücksstelle", sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstagmorgen. Wie es zu dem Unfall mit zwei Toten kam, stand noch nicht fest.

Wie ein Polizeisprecher sagte, war der Personenzug gegen 21.15 Uhr auf einen stehenden Güterzug gefahren. Der Lokführer des Personenzugs und eine Passagierin starben, 14 Menschen erlitten Verletzungen und kamen in die Klinik. Die Bahnstrecke zwischen Ingolstadt und Augsburg wurde gesperrt. Die Sperrung um den Bahnhof Aichach dauere mindestens bis Dienstagnachmittag, teilte die Deutsche Bahn in der Nacht mit.

Frontal auf den Güterzug

"Die Lage ist übersichtlich", sagte ein Polizeisprecher kurz nach dem Unglück. Die beiden Züge seien nicht entgleist. Der Personenzug wurde an der Front eingequetscht. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten waren vor Ort und kümmerten sich um die Verletzten. Elf Opfer hätten nur leichte Verletzungen davongetragen, sagte der Sprecher.

Den Polizeiangaben zufolge war der Personenzug der Bayerischen Regiobahn mit knapp 20 Menschen an Bord auf dem Weg von Augsburg wenige Hundert Meter vom Bahnhof in Aichach entfernt frontal auf den stehenden leeren Güterzug zugefahren. Wie schnell er unterwegs war, stand am späten Abend nicht fest. Unklar war auch, ob möglicherweise Signale oder Weichen falsch gestellt waren. Die Unfallursache müsse erst noch ermittelt werden, machte der Sprecher deutlich. Das könne sich hinziehen.

Strecke bleibt zunächst gesperrt

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass sich der Unfall gegen 21.20 Uhr ereignet habe. Die Strecke Ingolstadt-Augsburg wurde gesperrt. Die Sperrung um den Bahnhof Aichach dauere mindestens bis Dienstagnachmittag. Den Angaben nach fahren dort nur Regional- und Güterzüge, aber keine Fernverkehrszüge. Die Bayerische Regiobahn teilte mit, die Strecke zwischen Friedberg und Radersdorf sei bis auf Weiteres gesperrt. "Es ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden."

Es war der zweite schwere Unfall mit einer Bahn in Bayern am Montag.
Nachdem ein Regionalzug an einem unbeschrankten Bahnübergang im oberbayerischen Seeshaupt am Starnberger See ein Auto erfasst hatte, starben ebenfalls zwei Menschen: der Fahrer und der Beifahrer des Wagens. Das Auto war nach der Kollision mehrere Hundert Meter vom Zug mitgeschleift worden, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Einer der etwa 60 Fahrgäste der Regionalbahn wurde verletzt. Der Lokführer blieb äußerlich unversehrt.

(wer)