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| 18:49 Uhr

Polen
Zwei Tote und drei Vermisste bei Minenunglück

Familien warten auf Nachrichten über ihre Angehörigen vor dem Kohlebergwerk Zofiowka, in dem das Unglück geschehen war.
Familien warten auf Nachrichten über ihre Angehörigen vor dem Kohlebergwerk Zofiowka, in dem das Unglück geschehen war. FOTO: dpa, CS
Warschau. Nach einem Minenunglück im Süden Polens haben Rettungskräfte am Sonntag unter Tage weiter nach möglichen Überlebenden gesucht. Mindestens ein Bergmann kam ums Leben.

In einem polnischen Bergwerk sind am Wochenende zwei Bergarbeiter bei einem Erdbeben ums Leben gekommen. Rettungskräfte bargen am Sonntag zwei Tote aus der Zofiowka-Mine in Schlesien.

Das sagte der Chef des Gruben-Betreibers JSW, Daniel Ozon. Rund 200 Helfer suchten weiter nach drei seit dem Beben vom Samstag vermissten Bergleuten.

Das Erdbeben, das zu dem Unglück führte, ereignete sich in einer Tiefe von 900 Metern. Nach Angaben der polnischen Behörden hatte es eine Stärke von 3,4 auf der Richterskala. Vier Bergleute wurden nach Angaben des Unternehmens gleich nach dem Beben an die Oberfläche geholt, zwei weitere konnten sich mithilfe der Rettungskräfte befreien.

Ministerpräsident Mateusz Morawiecki besuchte die Überlebenden am Samstagabend im Krankenhaus. Staatspräsident Andrzej Duda machte sich am Sonntag vor Ort ein Bild von den Rettungsarbeiten.

In den polnischen Kohlegruben kommt es immer wieder zu Unglücken. In den vergangenen 45 Jahren starben mehr als 200 Arbeiter. Kohle ist die Hauptenergiequelle in dem osteuropäischen Land.

(das/dpa)