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| 15:47 Uhr

3000 Polizisten im Einsatz
Weiter Großfahndung nach spektakulärer Häftlings-Flucht in Frankreich

Ein französischer Hubschrauber vom Typ Alouette II mit dem Redoine Faid eine spektakuläre Flucht aus dem Gefängnis in Reau gelungen war. Die Polizei fahndet weiter mit einem Großaufgebot nach dem Häftling, der der im April 2018 wegen eines Raubüberfalls, bei dem eine Polizistin ums Leben kam, zu 25 Jahren Haft verurteilt worden war.
Ein französischer Hubschrauber vom Typ Alouette II mit dem Redoine Faid eine spektakuläre Flucht aus dem Gefängnis in Reau gelungen war. Die Polizei fahndet weiter mit einem Großaufgebot nach dem Häftling, der der im April 2018 wegen eines Raubüberfalls, bei dem eine Polizistin ums Leben kam, zu 25 Jahren Haft verurteilt worden war. FOTO: dpa / Geoffroy Van Der Hasselt
Paris. Nach der spektakulären Helikopter-Flucht aus einem französischen Gefängnis fahndet die Polizei weiter mit einem Großaufgebot nach dem Häftling, dem 46-jährigen Redoine Faïd.


Laut dem Sprecher des Innenministeriums beteiligten sich am Montag ähnlich viele Polizisten wie am Vortag, als rund 2900 Beamte im Einsatz waren. „Die Ordnungskräfte sind vollständig mobilisiert, um zu versuchen, diese Person wiederzufinden“, sagte Premierminister Édouard Philippe dem Radiosender RTL.

Justizministerin Nicole Belloubet ordnete eine Inspektion an, um mögliche Fehler bei den Sicherheitsvorkehrungen indem Gefängnis von Réau südöstlich von Paris zu klären. Der 46 Jahre alte verurteilte Räuber war am Sonntag geflohen. Bewaffnete Komplizen waren mit einem Hubschrauber in einem Hof der Einrichtung gelandet, als er sich gerade im Besuchszimmer aufhielt. Die Flucht dauerte nach Angaben der Behörden nur wenige Minuten, es wurde niemand verletzt.

Justizministerin Belloubet sagte im Sender Europe 1, dass vor einigen Monaten Drohnen über dem Gefängnis gesehen worden seien. „Wir denken daher, dass es vielleicht eine Verbindung zwischen diesen Drohnen (...) und dieser Flucht gibt“, sagte sie. Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte eine Untersuchung eingeleitet.

Der 46-Jährige war laut Medienberichten im April von einem Berufungsgericht wegen eines Raubüberfalls, bei dem eine Polizistin ums Leben kam, zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Bereits im Jahr 2013 hatte er mit einem Gefängnisausbruch von sich reden gemacht. Damals hatte er vier Wärter als Geiseln genommen. Zudem ist Faïd bekannt, da er ein Buch über seine Verbrecherkarriere geschrieben hat.

(dpa)