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Warum Korallen in der Tiefe leuchten

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Southampton. Englische Wissenschaftler haben das Rätsel um Korallen gelöst, die auch in großer Wassertiefe – wie hier die "Mundregion" einer fluoreszierenden Koralle (Lobophyllia hemprichii) – leuchten. Die Tiere sind in der Lage, das schwache blaue Licht von oben in orangenes Licht umzuwandeln, heißt es in der Studie, die in der Zeitschrift "Proceedings B" erschienen ist. dpa/kr

Demnach dringt das orangene Licht - anders als das blaue - tief in das Gewebe der Koralle ein und regt dort lebende Algen verstärkt zur Photosynthese an. Dabei entstehen Stoffe, die die Korallen dringend für ihren Energiehaushalt benötigen. Eigentlich siedeln sich Korallen gerne wenige Meter unter der Wasseroberfläche an. Denn um zu überleben, brauchen sie vor allem Licht. Doch Korallen kommen auch in größeren Tiefen zwischen 20 und 80 Metern vor.