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| 21:13 Uhr

Vogelzählung
Die Lausitz ist Spatzen-Land

 Sie fliegen auf Brandenburg: Spatzen sind in der Region häufig anzutreffen.
Sie fliegen auf Brandenburg: Spatzen sind in der Region häufig anzutreffen. FOTO: Gellinger/pixabay.com
Cottbus. Bei der „Stunde der Wintervögel“ viele Sperlinge und wenige Grünfinken gezählt.

In Brandenburger und sächsischen Gärten gibt es mehr Spatzen als im Rest der Republik. Das ist das Zwischenergebnis der Zählaktion „Die Stunde der Wintervögel“ des Naturschutzbundes (Nabu) Deutschland. Bei der Aktion haben rund 96 000 Menschen mitgemacht – darunter 4600 Brandenburger – und vom 4. bis 6. Januar mehr als 38,2 Vögel pro Garten gezählt.

Unter den fünf am häufigsten registrierten Wintervögeln gibt es keine Veränderungen zum Vorjahr: Es führt der Haussperling mit 6,42 Vögeln vor Kohlmeise, Blaumeise, Feldsperling und Amsel. Das teilt der Nabu als Zwischenergebnis mit. Brandenburg und Sachsen liegen bei den Spatzen-Sichtungen über dem Bundesdurchschnitt: 8,66 Vögel pro Garten sind in der Mark gezählt worden, im Freistaat Sachsen 6,88 und in Mecklenburg-Vorpommern sogar 13,34 Vögel.

Auch in Lausitzer Gärten ist der Spatz häufiger Gast. In Cottbus im Sichtungs-Zeitraum 557-mal, in Elbe-Elster 977-mal, in Oberspreewald-Lausitz 1315-mal. Ausnahmen bilden Dahme-Spreewald und der Kreis Görlitz: Hier tauchte die Kohlmeise öfter auf.

Amsel und Grünfink sind klare Sorgenkinder im Siedlungsraum. Bundesweit 2,75 Amseln pro Garten – das sei das schlechteste Winterergebnis für diese Art, teilt der Nabu mit. Aber am Ende war es auch erwartbar: Jungvögel konnten im trockenen Sommer keine Regenwürmer picken.

Weiterhin bergab geht es mit dem Grünfink, die Vogelkrankheit Trichomoniasis reduziert die Bestände, der Nabu Brandenburg hofft, dass die größte Infektionswelle durch ist.