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| 01:26 Uhr

Viele heimische Vögel gefährdet

Berlin.. Knapp die Hälfte der 260 in Deutschland nachgewiesenen Vogelarten gilt als gefährdet. Wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gestern in Berlin mitteilte, sind nach der aktuellen Roten Liste der Brutvögel 30 Arten vom Aussterben bedroht – so viele, wie seit 1991 nicht mehr.

Fast jede achte heimische Vogelart drohe damit aus Deutschland zu verschwinden. Besonders der Schreiadler kämpfe ums Überleben. 24 Vogelarten gelten der Roten Liste zufolge als stark gefährdet, 14 weitere als gefährdet. Insgesamt umfasst die Liste 110 Arten.
Vor allem Vögel, die auf Agrarflächen siedeln, bereiten den Naturschützern Sorgen. Ohne einen Stopp der zunehmenden Umwandlung von Wiesen und Weiden zu Äckern sowie die Einrichtung ökologischer Vorrangflächen seien Kiebitz, Braunkehlchen und Wiesenpieper vom Aussterben bedroht.
Einigen zuvor gefährdeten Arten, darunter Seeadler, Wanderfalke, Kranich und Uhu, gehe es inzwischen allerdings wieder besser.
Diese Entwicklung zeige, "dass Deutschland seine vielfältige Vogelwelt erhalten kann, wenn der Naturschutz seine Kenntnisse konsequent anwendet", sagte der Präsident des Deutschen Rates für Vogelschutz, Andreas von Lindeiner. Rote Listen gelten als "Fieberthermometer des Naturschutzes". Sie geben Auskunft über den Gefährdungsgrad einzelner Arten und damit über den Zustand der biologischen Vielfalt. Die Rote Liste der Brutvögel Deutschlands wird alle fünf Jahre von einem Gremium herausgegeben, dem mehrere Verbände und Institutionen der Vogelkunde und des Vogelschutzes angehören. (dpa/uf) www.nabu.de