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Viel Blitz und viel Donner

Zug gestoppt: Nach einem Unwetter beräumen Feuerwehrleute in Hildburghausen (Thüringen) eine Bahnstrecke.
Zug gestoppt: Nach einem Unwetter beräumen Feuerwehrleute in Hildburghausen (Thüringen) eine Bahnstrecke. FOTO: dpa
Offenbach. Auch am Mittwoch bleibt es nach mehreren Tagen mit Unwettern und Gewittern regnerisch und stürmisch in Deutschland. Einmal mehr türmten sich turbulente Luftmassen vor allem über dem Süden Deutschlands auf, sagte Meteorologe Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Dienstag. dpa/roe

"Stark re gen, schwere Sturmböen bis 100 Kilometer Geschwindigkeit pro Stunde und Hagel sind immer wieder drin, und wenn's blöd läuft, gibt es auch Orkanböen." In weiten Teilen Deutschlands zogen am Dienstag neue Unwetter auf. Zunächst herrschte aber noch Gluthitze. Temperaturen bis 37 Grad brachten die Menschen vor allem in Bayern ins Schwitzen.

In der Nähe von Wiesbaden wurden etwa ein Dutzend Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren mit ihren Betreuern in einem Feriencamp durch umgestürzte Bäume eingeschlossen. Weil rund um das Gebiet etwa 200 Bäume den Weg versperrten, gab es zunächst kein Durchkommen. Die Polizei unterstützte die Einsatzkräfte per Hubschrauber, um sich einen Überblick zu verschaffen. Verletzt wurde niemand.

In Thüringen schlugen am Dienstagmorgen mehrere Blitze ein. In Gehren wurde die Baumkrone einer Tanne abgespalten, die dann auf ein Wohnhaus fiel. In Themar geriet der Dachstuhl eines Wohnhauses vermutlich durch einen Blitzeinschlag in Flammen. Rettungskräfte brachten einen 54 Jahre alten Bewohner vorsorglich ins Krankenhaus. Am Dienstagabend wurde mit sehr großem Hagel mit Korndurchmessern von mehr als fünf Zentimetern, heftigem oder vereinzelt extrem heftigem Starkregen und Sturm- sowie Orkanböen gerechnet, so der Warnlagebericht des DWD.

In der Nacht zum Dienstag hatten Unwetter in Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen bereits zahlreiche Feuerwehr-Einsätze verursacht. In vielen Fällen mussten nach Angaben der Einsatzkräfte umgestürzte Bäume und Äste weggeräumt werden. In den Wiesbadener Stadtteilen Breckenheim und Medenbach fiel der Strom aus. In Mittelhessen sprach die Polizei von zwei Blitzeinschlägen in Wohnhäuser. Es kam zu Bränden, verletzt wurde niemand.

Von den Unwettern war auch die Oberlausitz betroffen. Bei einem Unwetter in Görlitz waren am Montagabend mehrere Bäume entwurzelt worden. Dabei waren eine Bundesstraße sowie die Bahnstrecke ins sächsische Zittau kurzzeitig blockiert, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte.