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| 07:30 Uhr

Mediziner vor Gericht
Tierarzt soll Heroin in Welpenbäuche eingepflanzt haben

Das von der US-Drogenvollzugsbehörden DEA zur Verfügung gestellte Aufnahme aus dem Jahr 2005 zeigt Hundewelpen, die von einer Farm in Kolumbien gerettet wurden, wo sie für den Drogenschmuggel vorgesehen waren.
Das von der US-Drogenvollzugsbehörden DEA zur Verfügung gestellte Aufnahme aus dem Jahr 2005 zeigt Hundewelpen, die von einer Farm in Kolumbien gerettet wurden, wo sie für den Drogenschmuggel vorgesehen waren. FOTO: Uncredited/U.S. Drug Enforcement Administration/dpa
New York. Einem kolumbianischen Tierarzt droht in den USA eine lange Haftstrafe. Er soll Heroinpäckchen in die Bäuche von Welpen operiert haben. Aufgedeckt wurde das laut US-Antidrogenbehörde bereits vor zwölf Jahren.

Der 38-Jährige sei nicht nur ein Drogenhändler, sondern habe auch den Schwur von Tierärzten gebrochen, Tierleiden zu verhindern, erklärte der zuständige US-Bundesstaatsanwalt Richard P. Donoghue am Dienstag (Ortszeit).

Nach seiner Auslieferung aus Spanien am Montag muss er sich nun vor einem Bundesgericht in New York verantworten. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Mindesthaftstrafe von zehn Jahren wegen Drogenschmuggels.

Dem Kolumbianer wird vorgeworfen, mit flüssigem Heroin gefüllte Päckchen in die Bäuche von Welpen eingepflanzt zu haben. Nach ihrer Ankunft in den USA ist ihnen den Angaben nach das Rauschgift dann wieder entfernt worden.

Eine Untersuchung vor zwölf Jahren habe diese "unmenschliche Herzlosigkeit" im Drogenschmuggel aufgedeckt, erklärte die US-Antidrogenbehörde DEA.

(das/dpa)