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| 08:29 Uhr

Halbautonomer Elektrowagen
US-Verkehrsbehörde prüft tödlichen Unfall mit Tesla-Auto

Dieses Videostandbild zeigt das Wrack des Tesla-Elektroautos nach dem tödlichen Unfall am 23.03.2018 auf einem Highway bei Mountian View.
Dieses Videostandbild zeigt das Wrack des Tesla-Elektroautos nach dem tödlichen Unfall am 23.03.2018 auf einem Highway bei Mountian View. FOTO: dpa, ER nwi
Exklusiv | San Francisco. Ein tödlicher Unfall mit einem Elektrowagen von Tesla in Kalifornien beschäftigt die US-Transportsicherheitsbehörde. Ermittler prüften, ob der Autopilot des Tesla Models X zum Unfallzeitpunkt eingeschaltet war.

Das gab die Behörde NTSB am Dienstag auf Twitter bekannt. Das halbautonome Fahrassistenzsystem hält den Wagen bei einer bestimmten Distanz zu anderen Autos auf der Spur. Das Programm ermöglicht aber auch Spurwechsel und automatisches Bremsen.

Bei dem Unfall im Silicon Valley am vergangenen Freitag kam laut der Autobahnpolizei der 38 Jahre alte Tesla-Fahrer ums Leben. Der Geländewagen war zuvor bei "Autobahn-Geschwindigkeit" gegen eine Leitschutzplanke geprallt und dann mit zwei weiteren Autos kollidiert, deren Insassen laut Polizei unverletzt blieben. Der Tesla fing demnach aus bisher ungeklärter Ursache Feuer, hieß es weiter.

Der in Palo Alto ansässige Konzern Tesla Motors machte keine Angaben darüber, ob der Autopilot zum Unfallzeitpunkt aktiv war. Man sei bestürzt über den Vorfall und kooperiere mit den Behörden, teilte das Unternehmen mit.

Nicht der erste Crash

Es ist nicht das erste Mal, dass sich US-Bundesbehörden mit einem Unfall mit einem Tesla-Fahrzeug befassen. Im Januar entsandten die NTSB und die Sicherheitsbehörde für Autobahnverkehr jeweils Teams nach Culver City nahe Los Angeles, um den Crash eines Elektroautos vom Typ Model S unter die Lupe zu nehmen. Der Wagen könnte mit dem Autopilotsystem unterwegs gewesen sein, Ermittlungen dazu dauern noch an.

Aktuell beschäftigt neben Bundesbehörden auch der Kongress die Frage, wie autonome und teils selbstfahrende Autos reguliert werden sollen. Tesla selbst hat nach eigenen Angaben schon Schritte unternommen, um eine unsachgemäße Nutzung des Autopiloten durch Fahrer zu verhindern.

So seien etwa audiovisuelle Signale integriert worden. Würden diese ignoriert, könnten Fahrer den Autopiloten nicht betätigen.

Für Schlagzeilen sorgte jüngst der Unfall eines selbstfahrenden Autos von Uber in Arizona, bei dem eine Frau getötet wurde. Auch in diesem Fall ermitteln die Behörden.

(oko)