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"Toni Erdmann" gewinnt Indie-Award

Los Angeles. Die deutsche Tragikomödie "Toni Erdmann" hat kurz vor der Oscar-Verleihung einen begehrten Indie-Preis gewonnen. Regisseurin Maren Ade nahm den Independent Spirit Award für den besten internationalen Film am Samstagnachmittag (Ortszeit) im kalifornischen Santa Monica entgegen. dpa/pb

Ihr Film zählte auch zu den Oscar-Anwärtern in der Sparte "bester nicht-englischsprachiger Film".

Der große Gewinner der diesjährigen Indie-Preise ist aber das Sozialdrama "Moonlight" mit sechs Trophäen, darunter als bester Film und für Regisseur und Drehbuchautor Barry Jenkins. Der Film erzählt vom Erwachsenwerden eines schwarzen Jungen im Drogenmilieu von Florida.

Der Hauptdarstellerpreis ging an Casey Affleck für "Manchester by the Sea". Die Französin Isabelle Huppert ("Elle") wurde zur besten Hauptdarstellerin gekürt.

Die Spirit Awards zeichnen Filmproduktionen aus, die nicht mehr als 20 Millionen Dollar gekostet haben. Sie werden traditionell einen Tag vor der Oscar-Gala verliehen. Im vorigen Jahr holte das Enthüllungsdrama "Spotlight" erst den Spirit Award und dann den Oscar in der Königskategorie "Bester Film".

Der deutsche Regisseur Roland Emmerich (61) kann aufatmen. Mit seinem Science-Fiction-Film "Independence Day: Wiederkehr" ist er gleich fünf Mal für den US-Schundpreis "Goldene Himbeere" nominiert gewesen, er hat dennoch keine einzige der Spott-Trophäen verliehen bekommen.

Die Abräumer dieses Jahres: Der Actionstreifen "Batman versus Superman: Dawn of Justice" und die von Kritikern verrissene rechtskonservative Dokumentation "Hillary's America: The Secret History of the Democratic Party". Beide holten je vier "Razzie"-Preise, wie die Verleiher am Samstag in einer Videobotschaft mitteilten.