ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:39 Uhr

Tödliche Messerattacke in Hamburg

Hamburg. Bei einer Messerattacke in einem Hamburger Supermarkt ist ein Mensch getötet worden. Fünf Menschen wurden nach Angaben der Polizei durch Messerstiche teils schwer verletzt, ein weiterer wurde verletzt, als er half, den Tatverdächtigen zu überwältigen. dpa/roe

Bei dem Mann mit dem Messer handelt es sich der Polizei zufolge um einen 26-Jährigen, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren wurde. Seine Staatsangehörigkeit müsse aber noch geklärt werden. Sein Motiv blieb unklar. Die Polizei ermittelte in alle Richtungen. Unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete der "Tagesspiegel", der Verdächtige sei den deutschen Behörden als Islamist bekannt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gehen die Sicherheitsbehörden auch Hinweisen auf salafistische Bezüge nach. Offen ist demnach aber, was das ausschlaggebende Motiv für die Tat war.

Der Mann war am Freitagnachmittag in einer belebten Einkaufsstraße im Stadtteil Barmbek in das Geschäft gekommen und hatte der Polizei zufolge mit einem Küchenmesser wahllos auf Kunden eingestochen. Anschließend flüchtete er, wurde aber von Passanten verfolgt und schließlich überwältigt.

Augenzeugen berichteten, der Täter habe auf seiner Flucht mehrfach "Allahu Akbar". Dies bedeutet übersetzt "Gott ist groß". Es gab in der Vergangenheit mehrfach Terroranschläge islamistischer Extremisten, bei denen die Täter diesen Ausruf verwendeten. Nach Angaben der Polizei sind an den Ermittlungen Mordkommission und Staatsschutz beteiligt. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Einschätzung seriös nicht möglich", sagte ein Sprecher der Polizei zu einem möglichen Terror-Hintergrund der Tat.

Ein 50-jähriger Mann starb bei der Messerattacke. Daneben wurden eine 50-jährige Frau und vier Männer (64, 57, 56, 19) durch Messerstiche zum Teil schwer verletzt. Ein 35-Jähriger wurde zudem bei der Überwältigung des Messerstechers verletzt. Kurz nach der Tat sicherten schwerbewaffnete Polizisten den Tatort. Die Polizei bat die Bevölkerung auf Twitter um die Zusendung von Videos und Handy-Aufnahmen vom Tatgeschehen.