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Tochter als Prostituierte verkauft: Haftstrafe für Mutter

Hildesheim. Ein halbes Jahr lang bietet eine Mutter aus der Nähe von Hildesheim ihre 16-jährige Tochter als Prostituierte im Internet an. Sie arrangiert die Termine mit den Freiern und kassiert das Geld für den käuflichen Sex. dpa/mcz

Dem Mädchen droht sie mit Rauswurf, falls es sich den Männern widersetzt. Wegen Zuhälterei und schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern hat das Landgericht Hildesheim die 37-Jährige am Mittwoch zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Nach den Erkenntnissen der Anklage war sie zwischen 2012 und Juli 2013 auch dabei, als sich ihr Lebensgefährte an ihrer jüngeren, damals elfjährigen Tochter verging. Sie soll die Taten sogar gefördert haben.

Der mitangeklagte Freund der Altenpflegehelferin erhält eine Gefängnisstrafe von vier Jahren und zehn Monaten. Nach Überzeugung des Gerichts missbrauchte er nicht nur zweimal das jüngere Mädchen, sondern auch einmal die 16-Jährige, als diese sich nicht wehren konnte. Der 40 Jahre alte Elektroinstallateur hat die Vorwürfe in der nicht-öffentlichen Verhandlung bestritten. Die Mutter legte dagegen ein umfassendes Geständnis ab.

"Für die Mädchen sind die Freiheitsstrafen ein wichtiges Signal und auch eine Genugtuung", sagt ihre Anwältin. Die 37-Jährige akzeptiert das Urteil. Der Verteidiger des 40-Jährigen lässt offen, ob sein Mandant Revision einlegen wird.